Mitte der 90er war nur eine Frage im IT-Umfeld interessant: Was kostet ein IT-Arbeitsplatz-System oder eine
Serveranwendung? Es wurde nicht hinterfragt, wie man den Nutzen und das Risiko transparent machen kann, welcher
Aufwand für die Entwicklung, Betrieb oder Support angemessen ist.
Es fällt den IT-Abteilungen oft nicht nur schwer, ihren Nutzen transparent zu machen, sondern auch ihre Investitionen und
Aktivitäten im Sinne einer betrieblichen Wertschöpfung zu steuern. Kostenfaktoren sind und bleiben wichtig, sie können aber
nicht mehr als alleinige Kennzahlen dienen, wenn es darum geht, den Beitrag zur gesamten betrieblichen Wertschöpfung zu
analysieren und zu optimieren. Neben der TCO-Analyse (Total Cost of Ownership) ist die TVO-Analyse (Total Value of Ownership)
eine weitere wichtige Entscheidungsgrundlage.
Moderne Controllingsysteme können einzelne Unternehmensbereiche sehr differenziert bewerten. In vielen Unternehmen
wird die IT dabei als reiner Kostenfaktor betrachtet, obwohl oft behauptet wird, IT sei der elementare Wettbewerbsfaktor.
Demensprechend mühevoll ist es, IT-Kostentreiber zu identifizieren, IT-Investitionen fundiert zu begründen oder
unterschiedliche DV-Architekturen zu bewerten.